Impuls der Woche - Das Evangelium von der Schöpfung

Blumenwiese IBB2021 

IBB2021

 

Franz von Assisi lebte in Harmonie mit der Schöpfung und die Frage ist, wie wir in unserer heutigen Zeit diese Harmonie wieder zurückgewinnen, ohne in einen naturverklärenden Romantizismus zu verfallen?

Grundlagen und Ziel einer ökologischen Spiritualität sieht Papst Franziskus in folgenden Voraussetzungen:

Die Verbundenheit von allem zu erspüren.

Die Gesetze der Natur und die empfindlichen Gleichgewichte unter den Geschöpfen auf dieser Welt zu respektieren.

Den Eigenwert alles Geschaffenen anzuerkennen.

Die Dinge nicht gegen ihre Ordnung zu gebrauchen.

Den Fortbestand der Erde zu sichern.

Dies funktioniert nur, wenn wir die Welt als Mitwelt sehen und nicht nur als Umwelt betrachten.

„Die Harmonie zwischen dem Schöpfer, der Menschheit und der gesamten Schöpfung wurde zerstört durch unsere Anmaßung, den Platz Gottes einzunehmen, da wir uns geweigert haben anzuerkennen, dass wir begrenzte Geschöpfe sind....Als Folge verwandelte sich die ursprünglich harmonische Beziehung (vgl. Gen 3,17-19) zwischen dem Menschen und der Natur in einen Konflikt“(Laudato Si 66).

 

Erde

Franziskaner.net

 

Wertschätzung der Mitwelt

Ich sollte dies kleine Blume vor mir wertschätzen-

Sie ist eine hervorragende Heilpflanze und hilft mir, gesund zu bleiben.

Ich sollte diesen schillernden Käfer wertschätzen -

Er könnte einen direkten Nutzen für mich haben,

die Wissenschaft weiß es nur noch nicht.

Ich sollte diesen Vogel wertschätzen -

Er ist schön, singt wundervoll und erfreut mein Herz.

Ich sollte diesen Regenwurm wertschätzen –

Er macht die Erde fruchtbar und ermöglicht mir so indirekt zu leben.

Ich achte und schätze die kleine Blume vor mir,

diesen schillernden Käfer,

diesen Vogel

und diesen Regenwurm,

weil sie SIND

als Mitgeschöpfe von Gott geschaffen.

Lucia Jochner-Freitag

 

SEGEN

Wie ein Baum
entfaltet sich Segen
über dir
Schatten spendet er
in Sommerglut
und seine Vögel
singen dir
ein Segenslied:
Gott ist mit dir
hab keine Angst
du darfst geborgen sein
gesegnet bist du
unter vielen
und mit den vielen
die auf deinem
Wege sind
und Leben schenkt er dir
der Segensbaum
verwurzelt
wie er ist
in Gott
und du darfst selber
Segen sein
für manchen Menschen
der da weint
darfst Baum und Wurzel sein
und Nest und Lied
darfst für das Morgen singen
wider alle
Hoffnung

Eva Maria Leiber in: Jutta Schnitzler–Forster, …und plötzlich riechst nach Himmel, Religiöse Erlebnisräume und Freizeiten und in Gruppen, Ostfildern 1999.

 
 

PACE E BENE  Ihr Br. Konrad

IHR Br. Konrad (Bernd-Günter Barwitzki)

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