Mein Weg zum Glauben - einen Abend mit Hubert Liebherr

Wer kennt sie nicht, die Kräne bei Ehingen, die einen meinen lassen, dass hier die größte Baustelle überhaupt existieren muss? Oder wer kennt sie nicht, die Kühlschranke, die in vielen Haushalten zu finden sind?

Den Sohn des Firmengründers konnten wir am 10. März bei uns in der Seelsorgeeinheit im Gemeindesaal Endersbach begrüßen. Hubert Liebherr erzählte von seiner Kindheit, seiner Jugendzeit, Ausbildung und ersten Einsätzen in der väterlichen Firma. Er blickte zurück, wie er später, genau wie seine vier Geschwister, immer mehr Verantwortung in der Firma übertragen bekam.

Als Kind wuchs er im oberschwäbischen Kirchdorf an der Iller auf. Der Glaube war tief verankert in der Familie, der sonntägliche Gottesdienst gehört zum festen Bestandteil.

Doch irgendwann kamen in ihm Zweifel auf und er entfernte sich von seinem Glauben und von Gott. Dies reichte bis in die Studienzeit und wurde dort durch die 68er-Bewegung noch verstärkt.

Ein unverschuldeter Autounfall brachte, im Nachhinein betrachtet, die Wende. Beide Autos waren damals Totalschaden, es gab wie durch ein Wunder keine Verletzte.

Ein gutes Jahr später besuchte er den Unfallort und entdeckte eine kleine Kapelle, die in der Nähe stand. Dort fand er eine Marienstatue und Informationen zu Fatima vor und begann zu beten.

Er versprach der Gottesmutter, sie in Fatima zu besuchen. Nach einiger Zeit löste er sein Versprechen ein, war jedoch nicht wirklich überzeugt und auch dem Glauben weiterhin eher fern. Ein mitgereister Freund brachte dann Medjugorje ins Spiel. In diesem Dorf im heutigen Bosnien-Herzegowina soll im Juni 1981 Maria ebenfalls Menschen erschienen sein. Seither gibt es jeden Monat eine Botschaft der Gottesmutter.

Schnell wurde dieser Ort zur Pilgerstätte und Maria als die Königin des Frieden und der Versöhnung verehrt.

Was davor schon viele Menschen berührte, das nahm auch von Hubert Liebherr Besitz. Regelmäßig kam er wieder zurück oder organisierte für andere Wallfahrten.

Der Glaube hatte ihn wieder. Und zwar so fest, dass es für ihn zur Berufung wurde, anderen Menschen solche Glaubenserfahrungen zu ermöglichen. Dies führte schließlich soweit, dass er seine Firmenanteile zurück gab und die Firma verließ.

Ein herzliches Dankeschön an Hubert Liebherr für sein Glaubenszeugnis und den humorvollen Abend.


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